Beiträge von Schuster Automobile

    Was sind nach eurer Meinung nach noch Fragen, die sich ein potentieller Mazda MX-30 Interessent oder neuer Besitzer am Anfang typischerweise stellt? Was sollte noch unbedingt in die FAQ?

    Ich habe noch mir noch einiges aufgeschrieben, aber vielleicht habt Ihr noch andere gute Ideen?


    Themen, die ich noch vorhabe: E-Call, Waschanlagenmodus, Motor Sound abstellen, Verbrauchssenkende Maßnahmen und/oder Fahrweise, Schlüssel Energiesparmodus, Schlüssel-Sitz-Head-Up Memory, Energieverbrauch typischer Verbraucher (wie z.B. Sitzheizung, Audiosystem, etc), My Mazda App, Bedienungsanleitung online, Rettungskarte.

    Q: Bis zu welchem Ladzustand (SOC = State of Charge) sollte der Akku des MX-30 idealerweise aufladen werden, um eine möglichst lange Lebensdauer des Akkus zu erreichen?


    A: Grundsätzlich ist die Akkulebensdauer von einer Vielzahl von Faktoren abhängig: Regelmäßiger Ladezustand, Lager-/Nutzungs-Temperatur (Siehe Post #23), Höhe der Ladeströme, Belastung (tiefe Entladung / starke Beanspruchung), u.a. Um eine möglichst lange Lebensdauer zu erreichen, ist ein optimales Zusammenspiel aller Faktoren wichtig. Bezogen auf den Ladezustand können wir folgende Empfehlung geben.


    Besonders ideal ist es, wenn der Akku nicht deutlich unter 20% entladen und nicht über 80% geladen wird. Dies betrifft sowohl das AC als auch das DC Laden. Abhängig von der täglichen Nutzung und dem Ladeverhalten können sich nun unterschiedlichste Szenarien ergeben.


    a) Akkuverbrauch bis zu 25% täglich => Hier ist es empfehlenswert den Akku nicht täglich zu laden, sondern alle 2-3 Tage auf 80% SOC)

    b) Akkuverbrauch bis zu 50% täglich => tägliche Ladung bis 80% SOC, bzw. alle 2 Tage

    c) Akkuverbrauch bis zu 75% täglich => tägliche Ladung bis 90% / 100% SOC

    d) Akkuverbrauch höher als 75% täglich => tägliche Ladung bis 100% SOC


    Bitte beachten Sie, dass Sie auch immer Reservekapazität für unerwartete Ereignisse einplanen. (z.B. defekte/belegte Ladesäule)


    Die Garantie von 8 Jahren oder 160.000 km (je nachdem, was zuerst eintritt), die Mazda auf die Hochvoltbatterie bzw. die Aufrechterhaltung von mindestens 70% der Batteriekapazität über die
    Garantielaufzeit gewährt, ist davon unberührt, d.h. es ist unerheblich wie häufig das Fahrzeug bis zu 100% geladen oder bis zu 0% genutzt wurde. Die oben stehenden Empfehlungen dienen lediglich zur Optimierung der Lebensdauer/Leistungsfähigkeit des Akkus nach Ablauf der Werksgarantie

    Q: Was ist während der vorübergehenden Stilllegung des Fahrzeugs hinsichtlich der

    12 V-Batterie zu beachten?


    A: Da auch die Blei-Säure-Batterie für das 12 V-Bordnetz einer gewissen Selbstentladung

    unterliegt, muss sie bei einer vorübergehenden Stilllegung in regelmäßigen Abständen

    nachgeladen werden. Die einfachste Möglichkeit zum Nachladen der 12 V-Batterie ist

    die Aktivierung des EV-Systems für ca. 1 Stunde pro Monat. Dazu den Einschalter

    (Startknopf) in Wählhebelstellung P bei betätigtem Bremspedal auf ON zu stellen, sodass

    „READY“ im Kombiinstrument angezeigt wird. In dieser Position wird die 12 V

    Starterbatterie über den DC-DC Wandler von der Hochvoltbatterie geladen. Bitte

    beachten Sie, dass das Fahrzeug in Position „READY“ losfahren kann, wenn Sie den

    Wählhebel in Position R oder D bringen und das Fahrpedal betätigen!

    Alternativ kann die 12 V-Batterie auch über ein Batterieerhaltungsladegerät nachgeladen

    werden.

    Q: Was ist während der vorübergehenden Stilllegung des Fahrzeugs hinsichtlich der

    Hochvoltbatterie zu beachten?


    A: Bzgl. der vorübergehenden Stilllegung des MX-30 haben wir folgende Tipps für Sie:


    Lithium-Ionen-Batterien sollten generell weder im ganz vollgeladenen noch im ganz

    entladenen Zustand gelagert werden. Der ideale Ladezustand für die Lagerung beträgt

    20 - 30 %. Daher sollte unabhängig davon, ob das Fahrzeug während der Lagerung am

    Ladekabel angeschlossen ist oder nicht, die Ladungsbegrenzung für das Nachladen über

    das Mazda Connect Display (Einstellungen > EV-Einstellungen > Ladungsbegrenzung bei

    AC-Laden) auf 30 % eingestellt werden. Es ist nicht ratsam, das Fahrzeug über einen

    längeren Zeitraum mit einer zu 100 % aufgeladenen Batterie zu lagern.

    Aufgrund der geringfügigen Selbstentladung der Hochvoltbatterie sollte der Ladezustand

    jedoch regelmäßig (mind. einmal im Monat) geprüft und die Batterie ggf. nachgeladen

    werden.


    Soll das Fahrzeug ohne regelmäßiges Nachladen der Hochvoltbatterie über

    einen längeren Zeitraum stillgelegt werden, muss die Batterie einen entsprechend

    höheren Ladezustand haben. So empfehlen wir für eine 6-monatige Stilllegung aufgrund

    der zu berücksichtigenden Selbstentladung einen Ladezustand von 35 - 50 %.


    Eine Stilllegung über die Wintermonate ist unproblematisch, da Lithium-Ionen-Batterien

    generell äußerst kälteunempfindlich sind. Bei Abstellen des Fahrzeugs an einem

    ungeheizten Lagerort sollte allerdings die Batterieheizung über das Mazda Connect

    Display (Einstellungen > EV-Einstellungen > Heizung der Hochspannungsbatterie)

    deaktiviert werden, um ein ungewolltes Entladen der Batterie durch das automatische

    Einschalten der Batterieheizung zu verhindern.


    Bei Stilllegung über die Sommermonate ist zu beachten, dass Lithium-Ionen-Batterien

    generell empfindlich gegen starke Hitze sind. Daher sollte das Fahrzeug vor Sonne und

    starker Hitze geschützt abgestellt werden. Idealerweise sollte die Temperatur am Lagerort

    40 °C nicht überschreiten.


    Darüberhinaus sollte der Klimaanlagen-Timer über das Mazda Connect Display

    (Einstellungen > EV-Einstellungen > Klimaanlagen-Timer) deaktiviert werden, um ein

    ungewolltes Entladen der Batterie durch das automatische Einschalten der Heizung/

    Klimaanlage zu verhindern.

    Q: Ich habe zuhause eine Starkstromsteckdose (Drehstrom 400V) mit 11kW (16 A) bzw. 22 kW (32A ). Kann ich das Fahrzeug daran direkt laden? Ist hier eine Wallbox notwendig?



    A: Kann ich das Fahrzeuge daran direkt laden?


    Grundsätzlich besitzen Sie mit einer vorhandenen Starkstromsteckdose ideale Voraussetzungen für das Laden eines Elektrofahrzeuges. Es allerdings nicht möglich das Fahrzeug direkt an der Starkstromsteckdose zu laden.

    Auch wenn die Stecker auf den ersten Blick ähnlich erscheinen mögen, so sind der Starkstromstecker (CEE-Stecker) und der Stecker des Elektrofahrzeuges (Typ 2 Stecker oder auch Mennekes-Stecker genannt) unterschiedlich aufgebaut.


    Der Typ 2 Stecker besitzt gegenüber dem CEE Stecker 2 weitere Leitungen: Eine Datenleitung CP (Control Pilot) und ein Ladekabel-Kontakt PP (Proximity Pilot). Beide Leitungen dienen zur Kommunikation zwischen dem Elektroauto und dem Ladegerät/Ladesäule.

    Der CP-Kontakt übermittelt hierbei den Ladestatus und die PP-Leitung dient dazu zu erkennen, mit wieviel Strom das angeschlossene Ladekabel belastet werden darf.


    Ist eine Wallbox bei vorhandenem Starkstromanschluss notwendig?


    Eine Wallbox ist hier nicht notwendig. Sie können auch ein portables Ladegerät verwenden, dass sowohl mit einem passenden CEE-Stecker (16A / 32A – Anschlussseitig) und einem Typ2 Stecker (Fahrzeugseitig) versehen ist. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass so ein portables Ladegerät meist etwas preisgünstiger als eine Wallbox und flexibel an verschiedenen Orten einsetzbar ist.


    Der Nachteil ist, dass ein portables Ladegerät immer einer höheren Abnutzung (Abrieb, Überfahren, Feuchtigkeit, etc.) und umständlicheren Handhabung unterliegt.


    Zudem gibt es seit 11/2020 von der KFW (=Kreditanstalt für Wiederaufbau) eine Subvention in Höhe von 900,- € für die Installation einer Wallbox. Diese Förderung gilt aufgrund der Bedingungen der KFW jedoch nicht für portable Ladegeräte. Daher empfiehlt es sich aktuell aus Kostengründen eher eine Wallbox zu installieren.



    Q: Ich habe nur die Möglichkeit den Mazda MX-30 an einer 230V Steckdose zu laden. Ist das möglich / erlaubt? Ist das sinnvoll? Was gibt es hier zu beachten?


    A: Ohne die genauen Bedingungen vor Ort zu kennen ist es nicht möglich verbindliche Aussagen zu treffen und es sollte in so einem Fall immer eine Elektrofachkraft zu Rate gezogen werden. Elektrotechnische Arbeiten dürfen nur durch Elektrofachkräfte oder unter deren Leitung und Aufsicht ausgeführt werden.


    Die folgenden Hinweise sollen lediglich als Hilfestellung beitragen:


    Ist das möglich/erlaubt? Grundsätzlich ist das Laden an einer 230V Steckdose zwar möglich und erlaubt, aber immer als „Notlösung“ zu verstehen und sollte möglichst nur dazu verwendet werden, um das Fahrzeug für die nächste Fahrt zur Ladesäule/Schnellladesäule ausreichend aufzuladen oder generell für kurze Ladephasen.


    Ist das sinnvoll? Da die übliche 230V Steckdose und die vorhandene Elektroinstallation nicht für eine dauerhafte Verwendung unter einer so hohen Belastung ausgelegt ist, kann es zu einer starken Hitzebildung bis hin zum Kabelbrand führen. Da ein Elektroauto eine langfristige Investition ist, sollte hier eher nach alternativen Lademöglichkeiten recherchiert werden. (siehe oben „Ich habe keine Möglichkeit ein Elektroauto bei mir zuhause zu laden.“)


    Alternativ wäre es eine weitere Option ein 230V Ladegerät mit einer schaltbaren Ladeleistung zu erwerben und die Ladeleistung auf 6A = ca. 1400 Watt zu reduzieren. Dadurch kann das Risiko einer Überlastung der Elektroinstallation stark reduziert werden.


    Was gibt es bei der Verwendung des mitgelieferten 230 V Ladegeräts zu beachten?

    Das von Mazda mitgelieferte 230V Ladegerät besitzt eine Ladeleistung von 13A = ca. 3000 Watt. Um das Ladegerät nutzen zu können, sollte vorab sichergestellt werden, dass der entsprechende Anschluss mit 16A abgesichert ist. In vielen Haushalten befinden sich jedoch auch nur 10A Sicherungen - Hierfür ist das mitgelieferte Ladegerät nicht geeignet.


    Generell sollte das mitgelieferte 230V Ladegerät nicht durch weitere Verlängerungskabel/Mehrfachsteckdosen verlängert werden.

    Q: Ich habe keine Möglichkeit ein Elektroauto bei mir zuhause zu laden. Macht es dennoch Sinn einen MX-30 zu erwerben?


    A: Prinzipiell ist es natürlich ein Vorteil, wenn zuhause eine Lademöglichkeit besteht. Gerade in Ballungszentren oder Mehrparteienhäusern ist dies jedoch nur selten der Fall. Wir wissen von vielen Kunden, dass sich häufig mit etwas Recherche sinnvolle & praktikable Lösungen finden lassen. Folgende Hinweise/Ideen sollen Ihnen helfen, die richtige Entscheidung vor dem Kauf zu treffen:

    • Gibt es die Möglichkeit am Wohnort/Parkplatz/Garage eine Wallbox zu installieren? Ggf. zeigen andere Parteien auch Interesse? => Seit 11/2020 wird die Installation von Wallboxen durch die KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in Höhe von 900,- € pro Ladepunkt gefördert. (mit max. 11 kW / 16A pro Ladepunkt) Link zur Wallboxförderung
    • Gibt es die Möglichkeit am Wohnort/Parkplatz/Garage eine vorhandene Starkstromsteckdose zu verwenden?
    • Ist ein Nachbar bereit eine vorhandene Lademöglichkeit zur Verfügung zu stellen?
    • Gibt es in der Nähe vom Wohnort eine Ladesäule, die genutzt werden kann?
    • Gibt es bereits Pläne, dass eine Ladesäule in der Nähe des Wohnorts errichtet werden soll?
    • Kann ein PKW Stellplatz / Garage mit einer Lademöglichkeit angemietet/erworben werden?
    • Gibt es am Arbeitsplatz oder in der Nähe des Arbeitsplatzes eine Lademöglichkeit?

    Also ist es grundlegend egal welche Temperatur ich einstelle es kommt lediglich auf die lüftersteuerung an und logischerweise auf das erreichen der zieltemperAtur ?!
    super faq und danke für die Mühe !

    Ich würde sagen ja und nein. Das war ja jetzt ein Test bei -8°C, stehend.


    Es ist durchaus denkbar, dass bei Fahren und/oder noch niedrigeren Außentemperaturen der Luftstrom sich auch auf Stufe 1 so stark abkühlt, dass auch hier die Heizleistung "hochgeschraubt" wird. Aber prinzipiell kann man sicherlich sagen, auf niedriger Lüfterstufe ist der Verbrauch generell geringer.